Vom Fernweh, Komplikationen und anderen Krankheiten

Da sind sie... Die schönsten Tage im Jahr. Der Urlaub...

 

Meine Begeisterung fürs Reisen bekam ich wohl schon in die Wiege gelegt.

 

Meine Großeltern fuhren bereits seit über 30 Jahren jedes Jahr an die französische Atlantikküste Nahe der Insel La Rochelle in den Ort La Tranche sûr mer. Die ersten Jahre noch mit dem Zelt, folgte dann lange Zeit später ein kleiner Wohnwagen. Auch ich durfte noch am "Zeltleben" teilhaben.

 

Rückblickend waren diese Tage und Wochen ein glücklicher und in Erinnerung gebliebener Teil meiner Kindheit. Prasselnder Regen auf dem Zeltdach, Abende langer Gute-Nacht-Geschichten, Spülen des Geschirrs in einem Waschhaus und mit der Klorolle unterm Arm auf dem Weg zum Toilettenhäuschen...

 

Natürlich wurde auch mein französisch in frühsten Jahren gefördert.

Mein erster und mit Sicherheit am meisten gebrauchter Satz neben "Une Baguette s´il vous plaît" ("Ein Baguette bitte.") war dann "Je ne parle pas francais. Je suis allmand." ("Ich spreche kein französisch. Ich bin deutsch.") Vom Grundsatz her nicht schlecht.

So kam es aber das ich beim Wasserholen an einem kleinen Pumpbrunnen, ein paar französische Kinder traf, die dort spielten und mich (vielleicht) einladen wollten mitzumachen. Verstehen konnte ich ja leider noch nichts. Als ich ihnen dann, mit meinem perfekt eingeübten Satz auf französisch erklärte, dass ich leider kein französisch sprechen würde und Deutsche wäre, schauten sie mich nur leicht irritiert an.

Verständlich... Wäre mir wahrscheinlich ähnlich gegangen, wenn hier in Deutschland jemand zu mir, in perfektem Deutsch sagen würde, er spräche kein Deutsch :)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0